... rund um die KHG

BIWAK

Eine überdachte Unterkunft im Hochgebirge des Lebens

Das Projekt BIWAK öffnet kirchliche Räume für obdachlose Roma und Sinti, die in den vorhandenen Notschlafstellen der Stadt Salzburg während der kalten Jahreszeit keinen Platz finden. BIWAK ermöglicht diesen Menschen einen einfachen Schlafplatz im Trockenen und bei Plusgraden. Das Projekt BIWAK wird in engem Kontakt mit dem "Haus Franziskus" der Caritas Salzburg durchgeführt.

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Um das Projekt BIWAK durchführen zu können, suchen wir freiwillige Helferinnen und Helfer für:

<< Checkin >>
Um 22:00 Uhr wird der Raum, der an diesem Abend von Seiten der kirchlichen Institutionen und Pfarren zur Verfügung gestellt wird, geöffnet. Wer beim Checkin mithilft, weist die Menschen ein, kocht Tee und gibt bei Bedarf Hilfestellung. Der Checkin dauert von 21:30 Uhr bis ca. 22:30 Uhr.

<< Übernachtung (BIWAK) >>
Es übernachten jeweils ein bis zwei Freiwillige zur Betreuung und Beaufsichtigung mit den obdachlosen Menschen. Der Nachtdienst endet um ca. 7:30 Uhr. In der Früh werden die Räume gelüftet, man schaut, dass keine persönlichen Gegenstände liegen gelassen werden und dass der Übernachtungsraum und die Toiletten sauber sind. Der Übernachtungsdienst dauert von 22:00 Uhr bis ca. 7:30 Uhr. - Bitte Schlafsack und Matte für Eigenbedarf mitnehmen!

ACHTUNG NEU!
Bitte trage deine Mithilfe in den BIWAK-Kalender ein. Beim erstmaligen Eintrag schicke deine Telefonnummer per SMS an Herbert Müller: +43 676 8746 7018. Danke!

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Für weitere Informationen und Fragen stehen wir dir gerne zur Verfügung:
Herbert Müller +43 676 8746-7018
Günther Jäger +43 676 8746-6610

Spendenkonto:

BIWAK
Raiffeisenverband Salzburg
IBAN: AT89 3500 0000 2667 0703
BIC: RVSAAT2S

 

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Biwak (von französisch bivouac "Feldlager", "Nachtlager" aus deutsch Beiwache) - behelfsmäßig ausgestattete, überdachte Unterkunft im Hochgebirge des Lebens.

BIWAK. Eine überdachte Unterkunft im Hochgebirge des Lebens. So nennt sich die Initiative, die während der kalten Jahreszeit kirchliche Räume für obdachlose Roma und Sinti in Salzburg öffnet. BIWAK ermöglicht diesen Menschen einen einfachen Schlafplatz im Trockenen und bei Plusgraden.

Begonnen hat alles im März 2018 als der Wetterbericht minus 20 Grad ankündigte. Da das Angebot an Notschlafplätzen in der Stadt Salzburg ausgeschöpft war, mussten etliche Roma trotz der Minusgrade im Freien übernachten. Von der Not dieser Menschen berührt, entwickelten Herbert Müller und Günther Jäger, Mitarbeiter der Erzdiözese Salzburg, mehr spontan als lange geplant ein einfaches Konzept, um Notreisenden eine sichere Übernachtungsmöglichkeit zu ermöglichen. Jeden Abend um 22 Uhr sperren sie einen geheizten kirchlichen Raum auf und bieten den obdachlosen Roma einen warmen und sicheren Schlafplatz für die Nacht an. So geschieht dies in den Wintermonaten jeden Tag. Am Osterfest findet das Projekt seinen jährlichen Abschluss.

Ist das Konzept auch einfach, gelingt ein solches Vorhaben jedoch nicht ohne Mithilfe von vielen ehrenamtlichen Frauen und Männern, die ihre Freizeit nach einem oft anstrengenden Arbeitstag den Roma zur Verfügung stellen. Ihnen gebührt ein besonderer Dank. Mit ihrem unermüdlichen Einsatz und ihrem Engagement tragen sie wesentlich zum Gelingen von BIWAK bei.

Ebenso gelingt ein solches Vorhaben nicht ohne Stütze und Unterstützung. Unterstützt wird BIWAK personell und monetär von der Erzdiözese Salzburg, im besonderen von Erzbischof Dr. Franz Lackner OFM, sowie von der Katholischen Aktion und von einigen Stadtpfarren, die ihre Säle und Räume zur Verfügung stellen. Den vergangenen Winter 2020/21 war es vor allem die Pfarre St. Elisabeth, die mit einer großzügigen Geste seit Februar jede Nacht ihren Pfarrsaal für die Notreisenden geöffnet hat.

Die Roma, die das Angebot von BIWAK annehmen, kommen meist als Paare oder in kleinen Gruppen. Viele kennen sich untereinander. So ist die Stimmung am Abend vorwiegend gut. Durchgehend kommen jeden Abend dieselben Personen, was „coronahygienisch“ Sicherheit schafft. Gleichzeitig gelten auch bei BIWAK die Sicherheitsmaßnahmen: Maske, Abstand und Hygiene.

"Für uns als Christen ist kaum etwas so logisch, wie dass wir warme Räume aufmachen – einfach, weil wir sie haben. Jesus lebt uns genau so ein Verhalten im Evangelium vor." Diese Erkenntnis war Ausgangspunkt, BIWAK ins Leben zu rufen und einfach anzufangen. Zu handeln ohne zu wissen, wohin dieses Handeln hinführen wird, ist ein großes Wagnis. Mit BIWAK haben sich die Initiatoren auf dieses Wagnis eingelassen.

Gäste und HelferInnen, SalzburgerInnen und Südosteuropäer, Menschen aus ganz verschiedenen Herkünften und mit verschiedenen Einkünften, Beheimatungen und Anschauungen, in unterschiedlichen Lebensaltern, Schichten und Berufen agieren hier ein Stück weit miteinander, um eine uralte Tugend wiederzubeleben: die der Gastfreundschaft.

 

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