Namibias Essenskultur erzählt eine bewegte Geschichte geprägt von vielseitigen Begegnungen und Austausch. Als ein Land, das im südlichen Afrika liegt, grenzt es an Angola, Botswana, Südafrika, Sambia und Simbabwe an. Die Küche des Landes ist seit jeher geprägt von Menschen, die sich auf Wanderschaft begeben haben, von regionalen Verbindungen sowie vom Austausch von Zutaten und kulinarischen Traditionen. Das Essen erzählt uns auch etwas über die Geschichte Namibias. Die deutsche Kolonialherrschaft und der Völkermord an den Ovaherero und Nama zu Beginn des 20. Jahrhunderts haben tiefe Narben hinterlassen, ebenso wie die darauffolgenden Jahrzehnte südafrikanischer Herrschaft. Namibia erlangte schließlich 1990 die Unabhängigkeit. Diese verschiedenen Kapitel der Geschichte haben auch Einfluss darauf, was die Menschen heute anbauen, kochen und essen.
Bei diesem Weltdinner nimmt uns Hildegard Maruta mit auf eine kulinarische Reise durch Namibia. Anhand von Speisen und persönlichen Geschichten erfahren wir, wie Migration, Geschichte und der Austausch mit den Nachbarländern Eingang in die alltägliche Küche und in Gerichte, die nach zuhause schmecken, gefunden haben. Gemeinsam werden wir einen "Lucky Star"-Eintopf zubereiten, bestehend aus Sardinen in Tomatensoße mit Zwiebeln, Spinat, Paprika und Gewürzen. Dazu wird Reis serviert. Für die vegetarische Variante verwenden wir gebackene Bohnen. Als Dessert werden wir einen Malva-Pudding backen. Der saftig, süße Kuchen mit Aprikosennote wird mit Vanillecreme serviert und ist in Namibia und anderen Teilen des südlichen Afrikas eine beliebte Nachspeise.
Die Weltdinners laden dazu ein, unterschiedliche Essenskulturen und die Geschichten hinter den Gerichten kennenzulernen. Nach einer kurzen Einführung kochen wir gemeinsam, probieren neue Rezepte aus und lassen den Abend bei einem gemeinsamen Essen ausklingen – ein geselliger Abend zum Entdecken, Genießen und Teilen.